“Der Journalismus steht nachts im dünnen Kleidchen an der Laterne”
Wer sein Brot als freie(r) Journalist(in) verdient, findet im Artikel von Gabriele Bärtels auf carta.info nicht wirklich viel Neues. Aber vielleicht ein Quentchen Trost.
Gestern zum Beispiel: Da sollte ich für ein Lifestyle-Magazin einen Text über zwei Schauspieler schreiben, die in einem Fitness-Studio trainieren, um sich für eine Mega-Inszenierung, deren Hauptdarsteller sie sein werden, fit zu machen. Tatsache ist aber, dass sie nie in diesem Fitness-Studio trainieren, nur an diesem Tag, unter den Augen und in der Obhut von Fotograf, Assistent, Stylistin, Produktionsleitung und natürlich der Marketing-Dame des Studios.
“Die(se) Pressefreiheit ist eine tragende Wand der Demokratie. Aber sie steht nachts in einem dünnen Kleidchen an einer Laterne und zwinkert Anzeigenkunden zu”, resümiert die Kollegin. Und: ”Dass diese scheinbar sichere Symbiose sich zusehends auflöst, ist vielleicht nicht so schlimm, wie es aussieht.” Dem kann man nur beipflichten.





